Männerfreizeit März 2025

"Gib alles, nur nicht auf"

mit Martin Kamphuis

Anreise und erste Eindrücke

Nach einer längeren Anreise am Freitag, den 14. März 2025, erreichte unsere Männergruppe aus Lippstadt das idyllisch gelegene Bibel- und Erholungszentrum in Pracht, Hohegrete. Das weitläufige Gelände war beeindruckend und lud zur Erkundung ein. Nach der Zimmerverteilung bezogen alle ihre Unterkünfte, und wir bereiteten den Besprechungsraum 2000 für die bevorstehenden Gottesdienste vor.

Ein besonderes Highlight war die Fassauna, die wir direkt aufstellten. Die Einweisung erfolgte zügig, sodass sie bald aufgeheizt war. Ein erfrischendes Tauchbecken wurde ebenfalls bereitgestellt und mit frischem Wasser befüllt – perfekt für mutige Männer, die nach der Hitze der Sauna eine Abkühlung suchten.

Gemeinsamer Start in die Freizeit

Um 18 Uhr kamen wir alle zu einem gemütlichen Abendessen zusammen. Es war für jeden Geschmack etwas dabei, und das Essen gab uns die nötige Stärkung nach der Reise.

Nach der offiziellen Zimmerverteilung hatten wir Zeit, uns mit dem Gelände vertraut zu machen. Manche nutzten die Gelegenheit für einen ersten Rundgang, während andere bereits tiefer ins Gespräch einstiegen – erste Freundschaften wurden geknüpft oder bestehende vertieft.

Doch das Herzstück des ersten Tages war unser Einführungsgottesdienst am Abend.

Einführungsgottesdienst: Saul und David – Zwei Wege, zwei Schicksale

Unser erster geistlicher Impuls stand unter dem herausfordernden Motto:

„Gib alles – nur nicht auf!“

Im Zentrum stand eine tiefgehende Betrachtung der Lebenswege von Saul und David, basierend auf den Kapiteln 1. Samuel 15 und 16.

Sauls Versagen – Ungehorsam und Angst

Die Bibel berichtet, dass Saul von Gott einen klaren Auftrag erhielt: Er sollte das Volk der Amalekiter und all ihr Hab und Gut völlig vernichten. In 1. Samuel 15,3 heißt es:

👉 „So zieh nun hin und schlage Amalek und vollstrecke den Bann an ihm und an allem, was er hat; verschone ihn nicht, sondern töte Mann und Frau, Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und Esel!“

Doch Saul gehorchte nicht vollständig. Stattdessen verschonte er König Agag sowie die besten Schafe und Rinder (1. Samuel 15,9). Sein unvollkommener Gehorsam hatte schwerwiegende Folgen:

⚠ Gott verwarf ihn als König (1. Samuel 15,23).

⚠ Der Heilige Geist wich von ihm (1. Samuel 16,14).

⚠ Ein böser Geist kam über ihn, und Angst beherrschte sein Leben.

Sauls größte Schwäche war seine Menschenfurcht. Statt Gott zu gehorchen, fürchtete er sich davor, wie die Ältesten seines Volkes reagieren würden. Diese Unsicherheit lähmte ihn und führte ihn letztendlich in den geistlichen Niedergang.

Er ist ein warnendes Beispiel dafür, dass halbherziger Gehorsam und Angst vor Menschen uns von Gott trennen können.

David – Mut und Entschlossenheit im Glauben

Im Gegensatz zu Saul begegnet uns in 1. Samuel 17 eine ganz andere Haltung:

🛡 David stellt sich mutig dem Riesen Goliath – dem übermächtigen Feind Israels, der Gott verhöhnte.

🛡 Während die Kriegsleute und auch Saul selbst 40 Tage lang nur zuschauten, handelte David.

🛡 Er verließ sich nicht auf eigene Stärke, sondern auf Gottes Macht!

David sprach voller Glauben:

👉 „Der Herr, der mich von den Klauen des Löwen und des Bären errettet hat, der wird mich auch von diesem Philister erretten!“ (1. Samuel 17,37)

Mit einer einfachen Steinschleuder trat er dem gewaltigen Krieger entgegen – und besiegte Goliath mit einem einzigen gezielten Wurf (1. Samuel 17,49-50). Anschließend enthauptete er ihn und vollendete so den Sieg.

David war mutig, entschlossen und voller Vertrauen auf Gott.

Er zeigt uns: Glaube ohne Furcht führt zum Sieg!

Davids Fall – Sünde, Schuld und Umkehr

Doch selbst ein starker Glaubenskämpfer wie David war nicht unfehlbar. In 2. Samuel 11 und 12 lesen wir von einem tragischen Wendepunkt in seinem Leben:

👉 Er begann mit Ehebruch – er sah die schöne Batseba, begehrte sie und schlief mit ihr.

👉 Um seine Schuld zu vertuschen, ließ er ihren Mann Uria töten.

👉 David versuchte, seine Sünde zu verstecken – doch vor Gott bleibt nichts verborgen.

Der Prophet Nathan konfrontierte ihn mit einer eindringlichen Geschichte. Erst dadurch erkannte David das Ausmaß seiner Schuld und tat Buße.

Sein Gebet in Psalm 51 gehört zu den bewegendsten Reuepsalmen der Bibel:

💔 „Gegen dich allein, Gott, habe ich gesündigt.“ (Psalm 51,6)

💔 „Erschaffe mir, o Gott, ein reines Herz, und gib mir von Neuem einen festen Geist in meinem Innern!“ (Psalm 51,12-13)

Hier wird klar: Gott verurteilt Sünde, aber er vergibt jedem, der aufrichtig umkehrt!

Gebetskreis – Heilung und Wiederherstellung

Nach dieser intensiven geistlichen Lektion widmeten wir uns einem besonderen Moment:

Ein intensiver Gebetskreis, inspiriert durch Lukas 5,17-26.

Wir nahmen uns das Beispiel der vier Freunde, die einen Gelähmten zu Jesus brachten:

🙏 So wie Jesus nicht nur den Körper, sondern auch den Geist heilte, legten auch wir unsere Sorgen vor Gott.

🙏 Jeder hatte die Gelegenheit, Gebet zu empfangen – für Heilung, Befreiung und Neuausrichtung.

🙏 Blockaden, Ängste und Zweifel wurden offengelegt – und Gottes Segen wurde über jeden Einzelnen ausgesprochen.

Am 15. März 2025 erlebten wir so einen Abend voller geistlicher Durchbrüche.

Fazit – Alles gegeben, nicht aufgegeben!

Diese Männerfreizeit hat uns eindrücklich gelehrt:

✔ Saul gab nicht alles – und verlor Gottes Geist.

✔ David gab alles – auch in seiner Buße – und wurde wiederhergestellt.

✔ Wir sind berufen, unser ganzes Herz Gott zu geben und nicht aufzugeben!

Mit neuem Glaubensmut, gestärkter Gemeinschaft und tieferer Erkenntnis traten wir schließlich die Heimreise an – bereit, unseren Glauben auch im Alltag zu leben!